Die Heaven-Seite

 
Das Bild zeigt den Status vor dem großen Umbau


Nach dem Umbau, jetzt mit Heckstreben.

 Meine Tuningtips:

Viel Tuning braucht er eigendlich nicht, aber an einigen Stellen kann man etwas tun.

1. Zellenzahl

Mit der angegebenen Mindest-Zellenzahl von 7 Zellen hatte ich ernsthafte Probleme, das Teil überhaupt vom Boden wegzubekommen.
Für jeden, der es trotzdem probieren will: Pitch auf 5°, Motor langsam auf Vollgas, (reicht nicht zum abheben) dann Pitch erhöhen, bis der Heli abhebt.
Schweben mit Vollgas und mit viel zu niedriger Drehzahl “rumeiern” ist nicht so mein Fall: also 10 Zellen drunterhängen --> besser.
Die neuen 3300er Zellen oder gar noch größere sind für den Serienmotor aber zuviel. Der Motor (speziell der Kollektor) überhitzt, verliert an Leistung und geht schnell kaputt.

2. Rotorblätter

Mit den Holz-Brettern ...ääh Blättern ist er schon zu fliegen.

Mit den kurzen GFK-Blättern wird die ganze Steuerung erheblich verbessert. Durch die höhere Drehzahl ergibt sich ein wesentlich ruhigeres Flugbild bei trotzdem niedrigen Stromverbrauch. Wenn der ganze Hubi sauber ausgewuchtet ist (Paddel nicht vergessen), steht der Zwerg in der Luft, dass es eine wahre Freude ist.
Die Schwebedrehzahl kann beachtlich erhöht werden, ohne daß der Strom nennenswert zunimmt. Schwebepitch so um die 5°.
Eine Drehzahl von 1400 Umdrehungen finde ich am Angenehmsten.

Tip: Wenn man die oberen Steuergestänge der Taumelscheibe an den längeren Zapfen einhängt, erhält man nach meinem Eindruck etwas giftigere aber sehr viel präzisere Reaktionen.

Nachträglich habe ich die Blattenden auf der Oberseite noch Leuchtorange lackiert. Dadurch läßt sich die Fluglage beim Rundflug wesentlich besser erkennen. besonders bei bewölktem (weißem) Himmel. Wenn beide Blätter ganz gleichmäßig lackiert werden, kann man sich sogar das Nachwuchten per Tesa sparen.

3. Heckrotor und Kreisel

Normalerweise wird beim aktuellen Heaven der Heckservo direkt am Heckrohr befestigt. Mein "alter" Rahmen ermöglicht mir, den Servo nach vorne zu platzieren. Nur so ist mit dem Hughes300-Rumpf der Schwerpunkt hinzubekommen. Der Akku steht vorne in der Haube an.
Ein erhöhtes Spiel durch die lange Anlenkung vermeide ich, indem ich das ganze Gestänge möglichst geradlinig führe und oft haltere, dass keine seitliche Bewegung möglich ist.

Auch ist mir aufgefallen, daß der C341 zwar sehr präzise und kräftig, aber für eine Heckrotorsteuerung mit einem Piezokreisel einfach zu langsam ist. Alte Grundregel aus Verbrennerzeiten: Nimm für das Heck (in genau dieser Reihenfolge) den schnellsten, genauesten und kräftigsten Servo, den du kriegen kannst. im Moment verwende ich den Futaba S3101 und bin recht zufrieden damit.
Für den Tiger werde ich den Futaba FS 501 BB versuchen.

4. Anordnung der Komponenten

Die Komponenten werden so angeordnet, daß Steuerelektronik und Kraftstrom möglichst weit voneinander entfernt sind, wobei die Kabel auch möglichst kurz gehalten werden.


Auf der rechten Seite ist die Elektronik angebracht. Ganz vorne, weit weg von allen Störungen der Kreisel. Zentral der Regler unter dem Motor, um die Kabel kurz zu halten. Hinten dann der Empfänger smc-14.


Auf der linken Seite läuft das Anlenkgestänge zum Heckrotor. Die Stromkabel nehmen den kürzesten Weg vom Motor direkt zum darunterliegenden Regler und dann nach hinten zum fixierten Stecker.

5. Motor

Der Serienmotor M1 lief hervorragend von 1997 bis 2004, bis ich ihn durch "große" Akkus und falsche Kohlen geliefert habe.
Der M1 überlebt auf keinen Fall dauerhaft 10 Zellen, ohne dass die als Zubehör erhältliche Alu-Getriebeplatte verwendet wird. Diese wirkt als erstklassiger Kühlkörper.
Im April 2004 bekam der Heaven einen Kontronik FUN 500-19 verpasst. Das Getriebe kommt anscheinend gut mit der Leistung zurecht, und ich auch. Das Alu-Motorritzel hat jetzt 24 Zähne.

6. Regler

Der Kontronik Heli 40-6-10 hat gute Dienste geleistet. Die Spannungsnachregelung im Heli-Modus hilft gut, auch habe ich die Starttasterfunktion verwendet.

Der SMILE 45-6-12 arbeitet bei mir im Drehzahlregelmodus. Bis jetzt einwandfrei.
Ich vermisse etwas den Starttaster, was aber nicht so schlimm ist, da der Brushless-Motor im Stand so gut wie kein Drehmoment aufbauen kann - Festhalten bei Störung ist also möglich.

Die Drehzahlregelung verschleiert das Leerwerden der Akkus im Schwebeflug, daher bietet es sich an, ab und zu kleine Hüpfer nach oben zu machen, um die Leistungsfähigkeit des Akkus zu prüfen.

WARNUNG: Wenn man einen Regler einsetzt, der eine langsame Hochlauframpe hat, dann sollte man auf jeden Fall einen PCM-Empfänger mit Failsafe verwenden. Weil, wenn der Motor duch eine Störung einmal aus ist, dann ist er erst mal aus.
Dies wird durch den PCM-Empfänger vermieden. Ich verwende nun den SMC-14 von Graupner/JR, da er sehr schön klein und leicht ist. Die Kanäle der Taumelscheibe gehen auf neutal und die übrigen halten Ihre letzte Position.

Es empfiehlt sich der Einsatz eines Kontrollempfängers, da Störungen durch PCM komplett übertuscht werden.

Heaven vs. ECO

Der zweistufige Antrieb ist nahezu verschleißfrei und überlastsicher. Das bekannte Ausfräsen des großen Tellerrades beim ECO kommt beim Heaven nicht vor. Der Wirkungsgrad der kombinierten Zahnriemen-Zahnrad-Übertragung ist sicher nicht so hoch wie der des einstufigen Getriebes. Gensmantel bietet auch einen Umrüstsatz auf einstufiges Getriebe an. Der wird sich aber nur für Wettbewerbspiloten lohnen. Mit der aktuellen Ausrüstung (s.u.) fliege ich knapp 18 min. Mein Timer steht auf 15 Minuten, die restlichen 3 werden "ver-schwebt".

Meine Komponenten:

  Alt bis 04/2004 Neu ab 04/2004

Motor

M1

FUN 500-19
Regler Kontronik Heli 40-6-10 SMILE 45-6-12

Motorritzel

Original

Alu, 24 Zähne

Akku

10x Sanyo 1700SCRC NiCd

10x Sanyo 3300HV NiMH

Kreisel

Ikarus Save Conrol plus

=

Servos (Taumelscheibe)

Graupner C341 (sehr präzise)

=

Servo (Heck)

Futaba S3101 (ist schneller)

=

Empfänger

Graupner C17

Graupner SMC14

Steckverbinder

MPX "grün"

=

Rotorblätter

96cm GFK

=

Abfluggewicht

1485g

1650

Drehzahl

ca. 1300

1400 (geregelt)

Erreichte Flugzeit

7-9 min. (ich kuck selten auf die Uhr)

18 min im gemütlichen Rundflug (Mit Drehzahlregler kuck ich auf die Uhr)

Hersteller und 1a-Ersatzteilservice:
Gensmantel Helikopter
Eibenweg 31
72699 Unterensingen
Tel/Fax: 07022-63019